Skip to main content

Registerkarte: Redundanzeinstellungen: Visualisierung

Die Registerkarte enthält die Konfiguration für die Verbindung von einem oder mehreren CODESYS WebVisu-Clients zu einem redundanten Steuerungssystem mit zwei synchronen SPSen.

Wenn zur Laufzeit die gerade aktive Steuerung ausfällt, wird die Ausführung der Steuerungsapplikation von der bisherigen Standby-Steuerung übernommen. Der Umschaltvorgang erfolgt dabei reibungslos und somit nahezu unbemerkt von den verbundenen Visualisierungsclients.

Tipp

Analoge Aufbauten sind auch basierend auf einer CODESYS HMI möglich, wenn diese redundant ausgeführt wird.

rdncy_img_redundancy_system_with_webvisu_next.png

Lesen

Liest die aktuellen Einstellungen der Redundanzverbindung für SPS 1 in den Dialog ein

Schreiben

Überträgt die vorliegenden Einstellungen der Redundanzverbindung auf beide Geräte

Umschaltreferenzen

Wichtig

Um die folgenden Funktionen nutzen zu können, ist Folgendes erforderlich:

  • Mindestens die V4.9.0.0 des CODESYS Visualization-Add-ons.

  • Mindestens die V4.3.0.0 des CODESYS Redundancy Configuration Add-ons erforderlich.

Aktivieren

standard icon: Aktiviert für ein redundantes Steuerungssystem eine Redundanzverbindung zwischen den Visualisierungsclients und den Webservern der synchronen Steuerungen

Die Taskkonfiguration wird erweitert um die IEC-Task VISU_REDUNDANCY_TASK. Im Bibliotheksverwalter ist die Bibliothek VisuRedundancy eingebunden.

Für die Kommunikationseinstellungen ist das Eingabefeld Umschaltreferenzen verfügbar.

Umschalt-IP-Adressen

Liste der konfigurierten Umschalt-IP-Adressen

Wichtig

Die IP-Adressen oder Hostnamen für die Kommunikationsumschaltung in der Webvisualisierung können Sie in dieser Registerkarte konfigurieren. Bei einer Umschaltung von SPS 1 nach SPS 2 werden die hier eingetragenen Adressen verwendet.

SPS 1

Anzeige der IP-Adressen von SPS 1

SPS 2

Anzeige der IP-Adressen von SPS 2

Webvisu Port an SPS 1

Port, der von den Visualisierungsclients der SPS 1 verwendet wird

Default: 8080

Der Port legt fest, wie sich die Webvisualisierungs-Clients mit der SPS verbinden.

Webvisu Port an SPS 2

Port, der von den SPS 2-Visualisierungsclients verwendet wird

Default: 8080

Hinzufügen

Der Dialog Umschaltadressen hinzufügen öffnet sich.

Der Dialog stellt Eingabefelder für die IP-Adresse bereit. Im Dialog können neue Umschalt-Paare zur Umschaltliste hinzugefügt werden.

Über die Schaltfläche Durchsuchen wird eine Netzwerksuche gestartet. Für die IP-Adresse von SPS 1 muss das Gerät der SPS 1 ausgewählt werden. Dasselbe gilt für die IP-Adresse von SPS 2. Alternativ können auch die jeweiligen Hostnamen der SPSen angegeben werden. Hier gilt auch, dass für die Adresse von SPS 1 der zugehörige Hostname ausgewählt werden sollte.

Schließen Sie den Dialog mit OK, um die Einstellungen zu übernehmen. Die IP-Adressen werden anschließend in der Liste angezeigt."

Ändern

Der Dialog Umschaltadressen ändern öffnet sich.

In diesem Dialog können die Umschaltadressen geändert werden. Schließen sie den Dialog mit OK um die Einstellungen zu übernehmen."

Entfernen

Die in der Liste Umschalt-IP-Adressen selektierte Zeile mit den IP-Adressen wird entfernt.

Konfiguration der Redundanzverbindung verwenden

standard icon: Die Kommunikationseinstellungen, die unter der Registerkarte Allgemein für die Redundanzverbindung konfiguriert wurden, werden zusätzlich zu den Einträgen in der Liste verwendet.

_cds_icon_option_deactivated.png: Die eingestellten Umschaltadressen werden verwendet

Mit dieser Option wird ein weitere noch unsichtbarer Eintrag zu der Liste hinzugefügt. Die Einträge in der Liste gelten weiterhin. Die Liste kann aber auch leer sein.

Konfiguration 2 der Redundanzverbindung verwenden

Voraussetzung: Die Option Zwei redundante Verbindungen verwenden - zu finden in der Registerkarte Allgemein - muss aktiviert sein. Das bedeutet, dass auch beide Redundanznerbindungen konfiguriert sein müssen.

standard icon: Zusätzlich die Einträge der zweiten konfigurierten Redundanzverbindung für die Umschaltung der Visualisierung verwenden.

Security

Tabelle 9. Security

Sichere Kommunikation

standard icon: Die Ethernetverbindungen vom Visualisierungsclient zu SPS 1 und SPS 2 werden mit TSL verschlüsselt.

Zertifikate erzeugen

Öffnet den Editor Security-Screen

Dort können Sie Zertifikate erstellen und verwalten.

Zertifikate anzeigen

Öffnet den Editor Ansicht Zertifikat

Dort erhalten Sie Informationen über die auf der jeweiligen SPS installierten Zertifikate.



Zeitüberschreitung

Tabelle 10. Zeitüberschreitung

Wichtig

Solange es keine Synchronisierungsprobleme zwischen den redundanten Geräten bei der Visualisierung gibt, sollten die Standardwerte der Zeitüberschreitungen nicht verändert werden. Falls Probleme auftreten, könnte die Kommunikationsleitung zu langsam sein. Versuchen Sie dann durch Erhöhung der Werte für die Zeitüberschreitungen die Stabilität zu verbessern.

Die Visualisierungsredundanz basiert auf einer Netzwerkverbindung, die zum Austausch von Daten zwischen der aktiven SPS und der Standby-SPS dient. Solche Daten können Benachrichtigungen über die Erstellung eines neuen Webvisualisierungs-Clients oder den Wechsel einer Visualisierung innerhalb der Webvisualisierung sein. Um zu verhindern, dass die Kommunikation im Falle von Kommunikationsproblemen blockiert wird, sind die folgenden Zeitüberschreitungen konfigurierbar.

Zeitüberschreitung beim Empfangen (ms)

Zeit, nach der das Empfangen von Daten abgebrochen wird. Bei einer Überschreitung dieser Zeit können übertragene Daten, wie beispielsweise eine Benachrichtigung über das Anlegen eines neuen WebVisu-Clients, verworfen werden.

Voreinstellung: 5000

Übertragungszeitüberschreitung(ms)

Zeit, nach der das Senden von Daten abgebrochen wird. Übertragung von Daten, die nach Ablauf dieser Zeit erfolgen, wie beispielsweise eine Benachrichtigung über das Anlegen eines neuen WebVisu-Clients, werden verworfen.

Voreinstellung: 10000



Optionen

Optionen

Nahtloser Download

Kann für HMI-Geräte aktiviert werden

standard icon: Auch nach einem Download bleiben die ausgewählte Visualisierung und Framezusammenstellung in den WebVisu-Clients bestehen. Folglich wird nicht von der Startvisualisierung aus begonnen.

Erweitert

Erweitert

standard icon: Zeigt das Eingabefeld Erweiterte Einstellungen an

Anmerkung

Die folgenden erweiterten Einstellungen sollten Sie nur bei speziellen Anforderungen ändern müssen.

Tabelle 11. Erweiterte Einstellungen

Befehlswiederholungen

Anzahl an Wiederholungen eines Befehls im Fehlerfall

Der voreingestellte Wert ist 3. Es ist ratsam einen Wert >= 2 zu verwenden.

Heartbeat-Zeit (ms)

Zeit, die bestimmt, wie oft der Heartbeat-Befehl, der die Leitung aktiv hält, übertragen wird

0 = Der Befehl wird nicht verwendet.

Wenn keine Daten auf der Ethernet-Leitung übertragen werden, bricht die Verbindung ab, und der erste nächste Befehl gibt einen Fehler zurück. Um diese Situation zu vermeiden, wird ein Heartbeat-Befehl gesendet. Der Ressourcenverbrauch dieses Befehls ist sehr gering.

Anmerkung

Verwenden Sie diese Funktion nur im Falle einer hohen Fehlerrate.

Zeitüberschreitung bei der Verbindung, Leitungsbruch erkannt (ms)

Zeit, nach der ein Verbindungsausfall als Leitungsbruch angesehen wird

Das Standby-Gerät ist nicht in der Lage zu erkennen, ob das Fehlen von Daten auf fehlende Befehle oder auf ein Problem mit der Verbindung zurückzuführen ist. Daher ist es notwendig, die Verbindungen zu beenden und wieder zu aktivieren, um die Verbindung gegebenenfalls zurückzusetzen.

Der voreingestellte Wert ist 3000. Es ist ratsam einen Wert >= 2000 zu verwenden.

Zeitüberschreitung bei Aufbau der Clientverbindung (ms)

Wartezeit für aktive Verbindung

Das ist die Zeit, die verwendet wird, um festzustellen, ob die Verbindung aktiv wird.

Der voreingestellte Wert ist 2000. Ein Wert zwischen 500-3000 ist üblicherweise in Ordnung.

Zeitüberschreitung bei der WebVisu-Verbindung (ms)

Zeitüberschreitung für WebVisu-Clients, um das Umschaltung auf die andere SPS festzustellen

Der Wert stellt eine Abwägung dar zwischen der Stabilität der Verbindung und der Zeit, bis das Verbindungsproblemen erkannt wird.

In diesem Zeit detektieren die mit dem aktiven Gerät verbunden Clients, ob das Gerät noch aktiv ist. Wenn über diesen Zeitraum hinaus keine Daten empfangen werden, erfolgt die Umschaltung auf das andere Gerät.

Die Dauer dieses Zeitraums legt fest, wie schnell die Umschaltung erfolgt. Ein zu kleiner Wert kann bei schlechter Verbindung zu unnötigen Umschalteversuchen führen. Ein zu hoher Wert verzögert auf Client-Seite die Erkennung eines echten Geräteausfalls.

Der voreingestellte Wert ist 2000.