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Registerkarte: Redundanzeinstellungen: Allgemein

Wichtig

Konfigurieren Sie die Kommunikationseinstellungen für die SPS 1 im Geräteeditor in der Registerkarte Kommunikation. Konfigurieren Sie anschließend die Kommunikationseinstellungen für die SPS 2 (Standby-SPS) im Objekt Redundanzkonfiguration in der Registerkarte Redundanzstatus. Richten Sie danach die Redundanzverbindung im Objekt Redundanzkonfiguration in der Registerkarte RedundanzeinstellungenAllgemein ein.

Lesen

Liest die aktuellen Einstellungen der Redundanzverbindung für SPS 1 in den Dialog ein

Schreiben

Überträgt die vorliegenden Einstellungen der Redundanzverbindung auf beide Geräte

Funktion: In der Registerkarte werden die synchrone Task mit Zeitüberwachung, das Laufzeitsystem der Standby-SPS und die Redundanzverbindung konfiguriert.

Applikation

Redundanztask

Name der Task, die zwischen den beiden Geräten synchronisiert wird

Nur diese eine Task wird synchronisiert.

Beispiel: MainTask

Anmerkung

Der Taskname wird auch in der LZS-Konfigurationsdatei eingetragen werden, wenn Sie auf die Schaltfläche Schreiben klicken. Alternativ können Sie die Datei manuell editieren.

Zeitüberschreitung (ms)

Zeitspanne, während der auf die Rückmeldung der aktiven SPS gewartet wird

Danach wechselt die Standby-SPS in den Standalone-Betrieb. Die Taskausführung wird in diesem Fall um diese Zeitspanne verzögert.

Beispiel: 50

Wichtig

Empfehlung: Setzen Sie den Wert höher als die maximale Task-Jitter-Zeit plus der maximalen Übertragungszeit für Redundanzmeldungen.

Erhöhen Sie diese Einstellung schrittweise, wenn Sie auf Synchronisierungsprobleme stoßen.

Anmerkung

Die Einstellung wird auch in der Konfigurationsdatei (StandbyWaitTime) des Laufzeitsystems gespeichert.

Anmerkung

Wenn Sie die CIFX-DP-Karte einsetzten, stellen Sie die Zeitüberschreitung auf 100 ms ein, um bei einem Reset synchron zu bleiben.

Sie können den Wert für die Zeitüberschreitung optimieren:

  1. Wert abschätzen und eintragen

  2. Erhöhen Sie bei Synchronisationsproblemen schrittweise den Wert,erhöhen bis die Synchronisierung wie gewünscht erfolgt.

  3. Mithilfe der bereitgestellten Bibliotheksfunktionen können Sie die tatsächlich gemessenen Kommunikationszeiten auslesen. Diese Informationen helfen dabei einzuschätzen, wie weit der eingestellte Zeitlimit reduziert werden kann, ohne die Stabilität zu beeinträchtigen.

Für weitere Informationen siehe auch: Laufzeitsysteme synchronisieren

Zeitüberschreitung bei der Synchronisierung (ms)

Zeitspanne, die während einer Synchronisierung gewartet wird.

Nach dieser Zeitspanne wechselt die Standby-SPS in den Stand-alone-Betrieb.

Sie können den Wert optimiert einstellen, wenn Sie zuvor die benötigte Synchronisierungszeit über einen System-Trace aus der SPS ermitteln. Sehen Sie dazu unten die Option Benötigte Sync-Zeit in System-Trace aufzeichnen.

Beispiel: 100

Wenn die Synchronisierung länger dauert, als es die Zeitbegrenzung in Zeitüberschreitung (ms) zulässt, und dabei der Jitter von SPS 1 akzeptabel ist, können Sie diese Einstellung verwenden. Dann wird die Zeitspanne, bis die Rückmeldung empfangen sein muss, um diesen Wert verlängert.

Tipp

Verwenden Sie den gleichen Wert wie bei der Einstellung Zeitüberschreitung (ms).

Tipp

Erhöhen Sie diese Einstellung schrittweise, wenn Sie auf solche Synchronisierungsprobleme stoßen.

Die Loggermeldung Synchronisierung nach x ms wegen SyncWaitTime abgebrochen weist auf diese Situation hin.

Anmerkung

Beim Start der redundanten SPS, beim Download, beim Online-Change und bei der Synchronisierung durch Benutzerbefehle wechselt ein redundantes System in die Synchronisierungsphase. Während der Synchronisierungsphase kann die Taskzykluszeit der aktiven SPS länger werden.

Sie können den Wert für die Zeitüberschreitung (Timeout) optimieren:

  1. Wert abschätzen und eintragen

  2. Erhöhen Sie diese Einstellung schrittweise, wenn Sie auf Synchronisierungsprobleme stoßen.

    Die Log-Meldung Synchronisierung nach x ms wegen SyncWaitTime abgebrochen weist auf diese Situation hin.

    Bei Synchronisationsproblemen, die via Fehlermeldungen mitgeteilt werden, den Wert schrittweise erhöhen bis eine Synchronisierung erfolgt.

  3. Nach erfolgreicher Synchronisierung wird die Zeit ausgegeben. Log-Meldung: Synchronisierung erfolgt nach x ms

  4. Lesen Sie über Bibliotheksfunktionen die tatsächlichen mitgemessenen Werte aus. Sie geben Auskunft, wie stark der Wert verkleinert werden kann.

Für weitere Informationen siehe auch: Laufzeitsysteme synchronisieren

Bootup Zeitüberschreitung (ms)

Zeitdauer in ms

5000 (Default)

Bestimmt, wie lange der EtherCAT‑Master auf die Initialisierung aller angeschlossenen EtherCAT‑Slaves wartet. Innerhalb dieses Zeitraums müssen die Slaves ihre Boot‑ und Konfigurationsphase abschließen und betriebsbereit sein. Wird diese Zeit überschritten, meldet der Master eine Zeitüberschreitung beim Systemstart und setzt den Bus in einen Fehlerzustand.

Runtime-Einstellungen

Einstellung der Laufzeitsystemkomponente CmpRedundancy

Tipp

Wenn Sie auf die Schaltfläche Schreiben klicken, werden die hier im Entwicklungssystem eingestellten Werte an das Laufzeitsystem übertragen.

Auto-Sync

standard icon: Synchronisation der Daten auf der zweiten Steuerung, wenn die Verbindung nach einem Verbindungsabbruch wiederhergestellt ist

Daten immer synchronisieren

standard icon: Synchronisation der Daten einmalig bei der Initialisierung und danach in jedem Taskzyklus

Debug-Meldungen

standard icon: Ausgabe von zusätzlichen Meldungen in der Logdatei

Benötigte Sync-Zeit in System-Trace aufzeichnen

standard icon: Im Laufzeitsystem wird ein System-Trace erzeugt, der ins CODESYS-Projekt geladen werden kann. Mit Hilfe des System-Traces können Sie den aktuell benötigten Wert für die Synchronisierung ermitteln und damit den Wert für die Zeitüberschreitung bei der Synchronisierung (ms) optimieren.

Für weitere Informationen siehe: Redundante Daten synchronisieren

Hinweis

Diese hier im Dialog aktivierbare Option ist in CODESYSControl.cfg in Abschnitt [CmpRedundancy] als Einstellung EnableSyncTimeTrace eingetragen. Der Standardwert ist 0.

Redundanzverbindung

Konfiguriert die Redundanzverbindung zwischen den beiden SPSen. Über diese Verbindung tauschen die beiden Geräte ihre Zustands- und Prozessdaten aus, sodass sie synchron arbeiten und die Statuswechsel ausgelöst werden können.

Tipp

Verwenden Sie, wenn möglich, einen eigenen Port nur für diese Kommunikation.

Tabelle 5. Redundanzverbindung

IP-Adresse SPS 1

Beispiel: 192.168.101.176

IP-Adresse SPS 2

Beispiel: 192.168.101.87

Durchsuchen

Mit Klick auf die Schaltfläche wird die Netzwerkkarte durchsucht. Dann öffent sich der Dialog Netzwerkadapter auswählen mit den Suchergebnissen.

Im Dialog werden alle verfügbaren Netzwerkadapter angezeigt. Zu jedem Adapter werden die IP-Adresse, Subnetzmaske, Standard-Gateway und MAC-Adresse angezeigt. Wählen Sie die gewünschte IP-Adresse aus.

Für weitere Informationen siehe: EtherNet Adapter - Allgemein

Port

Definiert den IP-Port für die Verbindung zwischen den beiden Geräten

TCP Port-Nummer ist die UDP Port-Nummer + 1

Beispiel: 1205, dann wird Port 1205 für UDP und 1206 für TCP verwendet



Zwei redundante Verbindungen verwenden

standard icon: Eine weitere Netzwerkverbindung zwischen den beiden Geräten.

Zwei redundante Verbindungen verwenden

Voraussetzung; Die Option Zwei redundante Verbindungen verwenden ist aktiviert.

Wenn die erste Netzwerkverbindung ausfallen sollte, kann die zweite genutzt werden.

Wichtig

Informationen zu den aktuellen Verbindungen erhalten Sie über die Funktion GetConnectionInfo der Bibliothek CmpRedundancyConnection.

Wenn zwei Redundanz-Verbindungen verwendet werden, ist die Performance schlechter.

Wenn eine der beiden Verbindungen getrennt wird, hat dies keinen Einfluss auf den Redundanzstatus.

Tabelle 6. 1. Redundanzverbindung

IP-Adresse SPS 1

Beispiel: 192.168.101.176

IP-Adresse SPS 2

Beispiel: 192.168.101.87

Durchsuchen

Mit Klick auf die Schaltfläche wird die Netzwerkkarte durchsucht. Dann öffent sich der Dialog Netzwerkadapter auswählen mit den Suchergebnissen.

Im Dialog werden alle verfügbaren Netzwerkadapter angezeigt. Zu jedem Adapter werden die IP-Adresse, Subnetzmaske, Standard-Gateway und MAC-Adresse angezeigt. Wählen Sie die gewünschte IP-Adresse aus.

Für weitere Informationen siehe: EtherNet Adapter - Allgemein

Port

Definiert den IP-Port für die erste Verbindung zwischen den beiden Geräten

TCP Port-Nummer ist die UDP Port-Nummer + 1

Beispiel: 1205, dann wird Port 1205 für UDP und 1206 für TCP verwendet



Tabelle 7. 2. Redundanzverbindung

IP-Adresse SPS 1

Beispiel: 192.168.101.178

IP-Adresse SPS 2

Beispiel: 192.168.101.21

Durchsuchen

Mit Klick auf die Schaltfläche wird die Netzwerkkarte durchsucht. Dann öffent sich der Dialog Netzwerkadapter auswählen mit den Suchergebnissen.

Im Dialog werden alle verfügbaren Netzwerkadapter angezeigt. Zu jedem Adapter werden die IP-Adresse, Subnetzmaske, Standard-Gateway und MAC-Adresse angezeigt. Wählen Sie die gewünschte IP-Adresse aus.

Für weitere Informationen siehe: EtherNet Adapter - Allgemein

Port

Definiert den IP-Port für die zweite Verbindung zwischen den beiden Geräten

TCP Port-Nummer ist die UDP Port-Nummer + 1

Beispiel: 1207, dann wird Port 1207 für UDP und 1208 für TCP verwendet