Laufzeitsysteme synchronisieren
Der zeitliche Ablauf des Verbindungsaufbaus während des Startvorgangs ist maßgeblich für einen stabilen und effizienten Redundanzbetrieb. Ziel ist es, einen vollständig synchronisierten zyklischen Betrieb der beiden redundanten CODESYS‑Laufzeitsysteme sicherzustellen.
Die Funktionalität des Redundanzsystems basiert auf folgende Handshakes der Redundanzverbindung:
Bootup‑Nachrichten bestimmen die Rollen beim Start.
Synchro‑Nachrichten gleichen Applikation und Zeitbasis ab.
Cycle‑Nachrichten sichern die synchrone Ausführung im laufenden Betrieb.
Fallen Nachrichten aus, sorgen definierte Zeitlimitsdafür, dass die SPSen in einen sicheren Modus wechseln und weiter lauffähig bleiben.
Startvorgang optimieren
Die folgenden Informationen erläutern, wie die Steuerungen während des Starts ihre jeweiligen Rollen bestimmen, wie Daten abgeglichen werden und wie anschließend die IEC‑Tasks auf beiden Systemen synchron und parallel ausgeführt werden.
Sie legen in den ein allgemeinen Redundanzeinstellungen ein Zeitlimit fest. Dieser Wert legt fest, wie lange beim Kommunikationsaufbau der Redundantverbindungn auf die Rückmeldung der aktiven SPS gewartet wird. Wird diese Zeit überschritten können Sie die Redundanzkommunikation an Ihr System spezifisch anpassen, um eine stabile Synchronisation sicherzustellen.
Startwert festlegen
Öffnen Sie den Editor zu Redundanzkonfiguration.
Links im Editor können Sie durch die verschiedenen Seiten des Editors navigieren. Rechts werden die konkreten Einstellungen für die selektierte Seite angezeigt,
Wechseln Sie zur Seite Redundanzeinstellungen.
In der Registerkarte Allgemein finden Sie die Einstellungen, die für eine stabile Kommunikation über die Redundanzverbindung maßgeblich sind und die zu einem synchronen Betrieb der beiden Laufzeitsysteme führen sollen.
Schätzen Sie ein geeignetes Zeitlimit ab und geben Sie den Schätzwert in der Einstellung Zeitüberschreitung (ms) ein.
Dieses Zeitlimit schrittweise anpassen.
Wenn während der Synchronisation Probleme auftreten oder die Synchronisation abgebrochen wird, erhöhen Sie den Schätzwert schrittweise. Tun Sie dies so lange, bis die der Startvorgang zuverlässig durchgeführt wird und beide Laufzeitsysteme synchron laufen.
Gemessene Werte auslesen.
Mithilfe der bereitgestellten Bibliotheksfunktionen können Sie die tatsächlich gemessenen Kommunikationszeiten auslesen.
Diese Informationen helfen dabei einzuschätzen, wie weit der eingestellte Zeitlimit reduziert werden kann, ohne die Stabilität zu beeinträchtigen.