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Bedingte Pragmas

Wichtig

Sie verwenden bedingte Pragmas meist in den Implementierungen von ST-POUs. Wenn Sie diese bedingten Pragmas im Deklarationsteil verwenden, wertet CODESYS diese Pragmas nicht aus!

Ausnahme bildet das bedingte Pragma mit dem Operator {project_define (<global define>)}, das in der Implementierung und im Deklarationsteil von POUs verwendet werden kann, siehe project_defined (<global define>)

Bedingte Pragmas dienen dazu, die Codegenerierung im Vorübersetzungsprozess oder Übersetzungsprozess zu beeinflussen. Die Implementierungssprache ST unterstützt diese Pragmas.

Mit bedingten Pragmas beeinflussen Sie, ob Implementierungscode für die Übersetzung berücksichtigt wird. Dies können Sie beispielsweise davon abhängig machen, ob eine bestimmte Variable deklariert ist, ob ein bestimmter Baustein vorhanden ist etc.

Pragma

Beschreibung

{define <identifier> <string>}

Der Wert kann später mit hasvalue abgefragt und verglichen werden.

{undefine <identifier>}

Die {define}-Anweisung des Bezeichners <identifier> wird aufgehoben; der Bezeichner ist ab jetzt wieder „undefiniert“. Wenn der angegebene Bezeichner gerade gar nicht definiert ist, wird das Pragma ignoriert.

{IF <expr>}...

{ELSIF <expr>}...

{ELSE}...

END_IF}

Dies sind Pragmas für die bedingte Kompilierung.

Die angegebenen Ausdrücke <expr> müssen zur Kompilierungszeit konstant sein; sie werden in der Reihenfolge ausgewertet, in der sie hier erscheinen, bis einer der Ausdrücke einen nicht-Null-Wert zeigt. Der mit der Anweisung verknüpfte Text wird übersetzt; die anderen Zeilen werden ignoriert. Die Reihenfolge der Abschnitte ist festgelegt. Die ELSIF und ELSE Abschnitte sind optional. Die ELSIF-Abschnitte dürfen beliebig oft vorkommen.Innerhalb der Konstanten <expr> können Sie mehrere bedingte Übersetzungsoperatoren verwenden.

<expr>

Innerhalb des konstanten Ausdrucks <expr> innerhalb der bedingten Übersetzungspragmas {IF} oder {ELSIF} können Sie einen oder mehrere Operatoren verwenden.

Tipp

Sie können Ausdrücke und define-Definitionen als Compiler-Defines in der Registerkarte Build im Eigenschaftendialog von POUs eintragen. Wenn Sie define-Definitionen im Eigenschaftendialog eintragen, müssen Sie den Begriff {define} weglassen, im Gegensatz zur Definition im Implementierungscode. Außerdem können Sie im Eigenschaftendialog mehrere define-Definitionen durch Kommas getrennt angeben.

Operatoren

defined (variable: <variable name> )

Der Operator bewirkt, dass der Ausdruck den Wert TRUE erhält, wenn die Variable <variable name> innerhalb des aktuellen Gültigkeitsbereichs deklariert ist; ansonsten wird FALSE geliefert.

Voraussetzung: Es gibt zwei Applikationen App1 und App2. Die Variable g_bTest ist in App1 deklariert, nicht aber in App2.

{IF defined (variable: g_bTest)}
    (* the following code is only processed in App2*)
    g_bTest := x > 300;
{END_IF}

defined (<identifier>)

Der Operator bewirkt, dass der Ausdruck den Wert TRUE erhält. Voraussetzung ist, dass der Bezeichner <identifier> mit Hilfe einer {define}-Anweisung definiert wurde und danach nicht mit einer {undefine}-Anweisung wieder undefiniert wurde; ansonsten wird FALSE geliefert.

Voraussetzung: Es gibt die Applikationen App1 und App2. Die Variable pdef1 ist durch eine {define}-Anweisung in App1 definiert, nicht aber in App2.

{IF defined (pdef1)}
(* This code is processed in App1 *)
{info 'pdef1 defined'}
    hugo := hugo + SINT#1;
{ELSE}
(* the following code is only processed in App2 *)
{info 'pdef1 not defined'}
    hugo := hugo - SINT#1;
{END_IF}

Hier ist zusätzlich ein Beispiel eines Meldungspragmas enthalten: Nur die Meldung pdef1 defined wird im Meldungsfenster angezeigt, wenn die Applikation kompiliert wird, weil pdef1 tatsächlich definiert ist. Die Meldung pdef1 not defined wird ausgegeben, wenn pdef1 nicht definiert ist

defined (type: <identifier> )

Der Operator bewirkt, dass der Ausdruck den Wert TRUE erhält, wenn ein Datentyp mit dem Bezeichner <identifier> deklariert ist; ansonsten wird FALSE geliefert.

Voraussetzung: Es gibt zwei Applikationen App1 und App2. Datentyp DUT ist in App1 deklariert, nicht aber in App2.

{IF defined (type: DUT)}
    (* the following code is only processed in App1*)
    bDutDefined := TRUE;
{END_IF}

defined (pou: <pou name>)

Der Operator bewirkt, dass der Ausdruck den Wert TRUE erhält, wenn eines der folgenden Objekte mit dem Namen <pou-name> vorhanden ist:

  • Funktionsbaustein

  • Funktion

  • Programm

  • Aktion

  • Methode

  • Schnittstelle

Ansonsten wird FALSE geliefert.

Voraussetzung: Es gibt zwei Applikationen App1 und App2. Der Baustein CheckBounds ist in App1 vorhanden, nicht aber in App2.

{IF defined (pou: CheckBounds)}
    (* the following code is only processed in App1 *)
    arrTest[CheckBounds(0,i,10)] := arrTest[CheckBounds(0,i,10)] + 1;
{ELSE}
    (* the following code is only processed in App2 *)
    arrTest[i] := arrTest[i]+1;
{END_IF}

defined (resource: <identifier>)

Wichtig

Noch nicht implementiert

Der Operator bewirkt, dass der Ausdruck den Wert TRUE erhält, wenn ein Ressourcen-Objekt mit dem Namen <identifier> für die Applikation vorhanden ist; ansonsten wird FALSE geliefert.

Voraussetzung: Es gibt zwei Applikationen App1 und App2. Ein Ressourcen-Objekt glob_var1 der Globalen Variablenliste ist für App1 vorhanden, nicht aber für App2.

{IF defined (resource:glob_var1)}
    (* the following code is only processed in App1 *)
    gvar_x := gvar_x + ivar;
{ELSE}
    (* the following code is only processed in App2 *)
    x := x + ivar;
{END_IF}

defined (task: <task name> )

Der Operator bewirkt, dass der Ausdruck den Wert TRUE erhält, wenn eine Task mit dem Namen <task name> definiert ist; ansonsten wird FALSE geliefert.

Syntax

{ IF defined (task: <task name> }
{ ELSIF defined (task: <task name> }
Beispiel 293. Beispiel

{IF defined (task: Task_D)}



Beispiel 294. Beispiel

Voraussetzung: Es gibt zwei Applikationen App1 und App2. Task PLC_PRG_Task ist in App1 definiert, nicht aber in App2.

{IF defined (task: PLC_PRG_Task)}
    (* the following code is only processed in App1 *)
    erg := plc_prg.x;
{ELSE}
    (* the following code is only processed in App2 *)
    erg := prog.x;
{END_IF}


defined (IsLittleEndian)

Der Operator bewirkt, dass der Ausdruck den Wert FALSE erhält, wenn der Speicher der CPU in Big-Endian (Motorola Byte Order) organisiert ist.

defined (IsSimulationMode)

Der Operator bewirkt, dass der Ausdruck den Wert TRUE erhält, wenn die Applikation auf einem simulierten Gerät läuft, also im Simulationsbetrieb ist.ei

Weitere Informationen finden Sie unter Testen im Simulationsbetrieb.

defined (IsFPUSupported)

Wenn der Ausdruck den Wert TRUE liefert, erzeugt der Codegenerator bei der Berechnungen mit REAL-Werten einen FPU-Code (für den Floating Point Unit-Porzessor). Ansonsten werden die FPU-Operationen emuliert, was jedoch bedeutend langsamer ist.

hasattribute (pou: <pou name>, ' <attribute name> ')

Der Operator bewirkt, dass der Ausdruck den Wert TRUE erhält, wenn das Attribut <attribute name> in der ersten Zeile des Deklarationsteils des Bausteins <pou name> angegeben ist; ansonsten wird FALSE zurückgeliefert.

Beispiel 295. Beispiel

Voraussetzung: Es gibt zwei Applikationen App1 und App2. Die Funktion fun1 ist in App1 und App2 deklariert, aber in App1 ist sie zusätzlich mit dem Pragma {attribute 'vision'} versehen.

In App1:

{attribute 'vision'}
FUNCTION fun1 : INT
VAR_INPUT
    i : INT;
END_VAR
VAR
END_VAR

In App2:

FUNCTION fun1 : INT
VAR_INPUT
    i : INT;
END_VAR
VAR
END_VAR

Pragmaanweisung:

{IF hasattribute (pou: fun1, 'vision')}
    (* the following code is only processed in App1 *)
    ergvar := fun1(ivar);
{END_IF}


hasattribute (variable: <variable name> , ' <attribute name> ')

Der Operator bewirkt, dass der Ausdruck den Wert TRUE erhält, wenn der Variablen das Pragma {attribute '<attribute name>'} in der Zeile vor der Variablendeklaration zugewiesen ist; ansonsten wird FALSE zurückgeliefert.

Beispiel 296. Beispiel

Voraussetzung: Es gibt zwei Applikationen App1 und App2. Die Variable g_globalInt wird in App1 und App2 verwendet, aber in App1 ist ihr zusätzlich das Attribut 'DoCount' zugewiesen.

Deklaration g_GlobalInt in App1

VAR_GLOBAL
    {attribute 'DoCount'}
    g_globalInt : INT;
    g_multiType : STRING;
END_VAR

Deklaration g_GlobalInt in App2:

VAR_GLOBAL
    g_globalInt : INT;
    g_multiType : STRING;
END_VAR

Pragmaanweisung:

{IF hasattribute (variable: g_globalInt, 'DoCount')}
    (* the following code is only processed in App1 *)
    g_globalInt := g_globalInt + 1;
{END_IF}


hasconstanttype( <constant name> , <boolean literal> )

Der Operator prüft, ob die mit <constant name> bezeichnete Konstante ersetzt oder nicht ersetzt wurde. Auf was geprüft wird, wird mit dem zweiten Parameter (Boolescher Wert) gesteuert:

  • TRUE: Prüft, ob Konstante ersetzt wurde

  • FALSE: Prüft, ob Konstante nicht ersetzt wurde

Wenn der jeweilige Fall eintritt, liefert der Operator TRUE zurück.

Syntax

{ IF hasconstanttype( <constant namne> , <boolean literal> ) }
{ ELSIF hasconstanttype( <constant namne> , <boolean literal> ) }
Beispiel 297. Beispiel

{IF hasconstanttype(PLC_PRG.aConst, TRUE)}



. Das automatische Ersetzen von Konstanten hängt prinzipiell von Folgendem ab:
  • Compile-Option Konstanten ersetzen

  • Konstantentyp (beispielsweise werden STRING-Typen nie ersetzt)

  • Verwendung des Attributs {attribute 'const_non_replaced'}

  • Verwendung des Attributs {attribute 'const_replaced'}

Beispiel 298. Beispiel
VAR
    iCntMAXIsReplaced: INT;
    xErrorOccured : BOOL;
END_VAR
VAR CONSTANT
    c_iMAX: INT := 99;
END_VAR

{IF hasconstanttype(c_iMAX, TRUE)}
    iCntMAXIsReplaced := iCntMAXIsReplaced + 1;
{ELSE}
    xErrorOccured := FALSE;
{END_IF}


hasconstantvalue( <constant name> , <variable name> , <comparison operator> )

Der Operator vergleicht den Wert der mit <constant name> bezeichneten Konstante mit dem Wert des zweiten Parameters. Der zweite Parameter kann entweder als Literal <literal> oder als Variable <variable name> angegeben werden.

. Vergleichsoperatoren <comparison operator>:
  • größer (>)

  • größer oder gleich (>=)

  • gleich (=)

  • ungleich (<>)

  • kleiner oder gleich (<=)

  • kleiner (<)

Syntax

{ IF hasconstantvalue( <constant name> , <variable name> , <comparison operator> )
{ IF hasconstantvalue( <constant name> , <literal> , <comparison operator> )
{ ELSIF hasconstantvalue( <constant name> , <variable name> , <comparison operator> )
{ ELSIF hasconstantvalue( <constant name> , <literal> , <comparison operator> )
Beispiel 299. Beispiel

{IF hasconstantvalue(PLC_PRG.aConst, 99, >)}

{ELSIF hasconstantvalue(PLC_PRG.aConst, GVL.intconst99, =)}



Beispiel 300. Beispiel
PROGRAM PRG_ConditionConstantValue
VAR
    iCntMAX: INT;
    iCntGlobalMAX : INT;
    iCntABC: INT;
    iCntGlobalABC : INT;
    xErrorOccured : BOOL;
END_VAR
VAR CONSTANT
    c_iMAX: INT := 999;
    c_sABC: STRING := 'ABC';
    {attribute 'const_non_replaced'}
    c_iNonReplaceable: INT := 888;
END_VAR

{IF hasconstantvalue(c_iMAX, 999, =)}
    iCntMAX := iCntMAX + 1;
{ELSE}
    xErrorOccured := FALSE;
{END_IF}

{IF hasconstantvalue(c_iMAX, GVL.gc_iMAX, =)}
    iCntGlobalMAX := iCntGlobalMAX + 1;
{ELSE}
    xErrorOccured := FALSE;
{END_IF}

{IF hasconstantvalue(c_sABC, 'ABC', =)}
    iCntABC := iCntMAX + 1;
{ELSE}
    xErrorOccured := FALSE;
{END_IF}
{IF hasconstantvalue(c_sABC, GVL.gc_sABC, =)}
    iCntGlobalABC := iCntMAX + 1;
{ELSE}
    xErrorOccured := FALSE;
{END_IF}


hastype (variable: <variable name>, <data type> )

Der Operator bewirkt, dass der Ausdruck den Wert TRUE erhält, wenn die Variable <variable> vom Datentyp <type-spec> ist; ansonsten wird FALSE zurückgeliefert.

Mögliche Datentypen <data type>:

BOOL | BYTE | DATE | DATE_AND_TIME | DT | DINT | DWORD | INT | LDATE | LDATE_AND_TIME | LDT | LINT | LREAL | LTIME | LTIME_OF_DAY | LTOD | LWORD | REAL | SINT | STRING | TIME | TIME_OF_DAY | TOD | ULINT | UDINT | UINT | USINT | WORD | WSTRING

Beispiel 301. Beispiel

Voraussetzung: Es gibt zwei Applikationen App1 und App2. Die Variable g_multitype ist in App1 mit Datentyp LREAL deklariert, in App2 mit Datentyp STRING.

{IF (hastype (variable: g_multitype, LREAL))}
    (*  the following code is only processed in App1 *)
    g_multitype := (0.9 + g_multitype) * 1.1;
{ELSIF (hastype (variable: g_multitype, STRING))}
    (* the following code is only processed in App2 *)
    g_multitype := 'this is a multitalent';
{END_IF}


hasvalue (PackMode, ' <pack mode value> ')

Der abgeprüfte PackMode hängt von der Gerätebeschreibung ab, nicht vom Pragma, das für einzelne DUTs angegeben werden kann.

hasvalue (RegisterSize, ' <register size> ')

<register size>: Größe eines CPU-Registers in Bit

Der Operator bewirkt, dass der Ausdruck den Wert TRUE liefert, wenn die Größe eines CPU-Registers gleich <register size> ist.

Mögliche Werte für <register size>

  • 16 für C16x,

  • 64 für X86-64 Bit

  • 32 für X86-32 Bit

hasvalue (<define-ident>, ' <character string> ')

Der Operator bewirkt, dass der Ausdruck den Wert TRUE erhält, wenn eine Variable mit Bezeichner <define-ident> definiert ist und den Wert <character string> hat; ansonsten wird  FALSE zurückgeliefert.

Voraussetzung: Es gibt zwei Applikationen App1 und App2. Variable test wird in den Applikationen App1 und App2 verwendet; in App1 erhält sie den Wert 1, in App2 den Wert  2.

{IF hasvalue(test,'1')}
    (*  the following code is only processed in App1 *)
    x := x + 1;
{ELSIF hasvalue(test,'2')}
    (*  the following code is only processed in App2 *)
        x := x + 2;
{END_IF}

project_defined (<global define>)

Dieser Operator steht ab CODESYS V3.5 SP20 zur Verfügung.

Der Operator bewirkt, dass der Ausdruck den Wert TRUE erhält, wenn das globale Define <global define> in der Liste der globalen Defines in den Compile-Optionen der Projekteinstellungen enthalten ist.

Der Operator wird als Bedingung einer IF-Anweisung angegeben und kann sowohl in der Implementierung als auch im Deklarationsteil von ST-POUs und von Bibliotheken verwendet werden. Sie können mithilfe der Operatoren AND und OR mit anderen Defines kombiniert werden, wenn diese an der jeweiligen Position erlaubt sind.

Im Deklarationsteil von POUs können IF-Anweisungen mit dem Operator project_defined (<global define>) folgende Konstrukte enthalten:

  • Variablendeklarationen

    Beispiel:

    {If project_defined(define1)}
        x : DINT;
    {END_IF}
  • Kommentierungen

  • Attribut-Deklarationen

  • Pragma-Anweisungen

Folgende Konstrukte sind nicht möglich:

  • Komplette Variablendeklarationen

    Beispiel

    {If project_defined(define1)}
    VAR
        x : DINT;
    END_VAR
    {END_IF}
  • Komplette Deklarationen von POUS

    Beispiel:

    {If project_defined(define1)}
    FUNCTION POU : BOOL
    VAR_INPUT
        x : INT;
    END_VAR
    {END_IF}
  • Gültigkeitsbereiche: VAR_INPUT, VAR_OUTPUT, VAR_IN_OUT

NOT <operator>

Der Ausdruck erhält den Wert TRUE, wenn der Umkehrwert von <operator> den Wert TRUE liefert. <operator> kann einer der in diesem Kapitel beschriebenen Operatoren sein.

Beispiel 302. Beispiel

Voraussetzung: Es gibt zwei Applikationen App1 und App2. PLC_PRG1 ist in App1 und App2 vorhanden, die POU CheckBounds gibt es nur in App1.

{IF defined (pou: PLC_PRG1) AND NOT (defined (pou: CheckBounds))}
    (* the following code is only processed in App2 *)
    bANDNotTest := TRUE;
{END_IF}


<operator> AND <operator>

Der Ausdruck erhält den Wert TRUE, wenn die beiden angegebenen Operatoren TRUE liefern. <operator> kann einer der in diesem Kapitel beschriebenen Operatoren sein.

Voraussetzung: Es gibt die Applikationen App1 und App2. PLC_PRG1 ist in App1 und App2 vorhanden, die POU CheckBounds nur in App1.

{IF defined (pou: PLC_PRG1) AND (defined (pou: CheckBounds))}
    (* the following code is only processed in App1 *)
    bANDTest := TRUE;
{END_IF}

<operator> OR <operator>

Der Ausdruck liefert TRUE, wenn einer der beiden angegebenen Operatoren TRUE liefert. <operator> kann einer der hier beschriebenen Operatoren sein.

Beispiel 303. Beispiel

Voraussetzung: Es gibt zwei Applikationen App1 und App2. Die POU PLC_PRG1 ist in App1 und App2 vorhanden, die POU CheckBounds nur in App1.

{IF defined (pou: PLC_PRG1) OR (defined (pou: CheckBounds))}
    (* the following code is only processed in App1 and in App2 *)
    bORTest := TRUE;
{END_IF}


(<operator>)

() klammert die Operatoren.