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Bezeichner mit internationalen Zeichen

Bezeichner in CODESYS werden ohne Beachtung der Groß- und Kleinschreibung ausgewertet, beispielsweise řízení=ŘÍZENÍ, øl=Øl, Ωμέγα=ΩΜΈΓΑ oder Мотор=МОТОР. Andererseits sind Zeichen mit und ohne Akzent unterschiedlich, beispielsweise naive!=naïve und Cafe!=Café.

Diese Vergleichsregel gilt für Bezeichner in IEC-Code (beispielsweise Namen von Bausteinen, Funktionen und Variablen), Bibliotheksidentifikationen und Geräteidentifikationen, und funktioniert in CODESYS 3 und CODESYS 4 gleichermaßen.

. Allerdings gibt es im Unicode Standard auch Zeichen, die aus technischen Gründen nicht in jedem Falle konsistent behandelt werden können. Folgende Zeichengruppen sollten vermieden werden:
  • Ligaturen (beispielsweise œ⇔oe, æ⇔ae, fi⇔fi)

  • Zeichen mit Vollbreite/doppelter Breite (beispielsweise A⇔A, Z⇔Z, 0⇔0)

  • Historische Zeichen und Zeichen mit mehrdeutiger Abbildung bei Groß- und Kleinschreibung (beispielsweise das "scharfe s": ß⇔ss, das "lange s": ſ⇔s/S, die arabisch/indischen Zahlen: ٢⇔2, die i-Varianten in den Turksprachen: ı⇔i/I⇔İ oder das Ungarische Dz/DZ).

Diese Zeichengruppen werden teilweise von CODESYS 3 und CODESYS 4 unterschiedlich behandelt, und auch innerhalb einer Entwicklungsumgebung können Inkonsistenzen auftreten. Das Verhalten kann sich über Versionsupdates von CODESYS oder Betriebssystem ändern. Insbesondere sollte man die Schreibweisen nicht mischen - also beispielsweise eine Funktion œuf deklarieren und dann als oeuf aufrufen, oder sich in der Suche darauf verlassen, dass bei der Suche nach f oder i der Treffer file gefunden wird.